12V Batterie - LFP Umbau

  • Ja, das Problem kennt man ja, die machen ohne Vorwarnung die Grätsche...


    Genau, ich verfolge interessiert diesen Thread. Und zum Glück habe ich sowohl zu Hause die Möglichkeit zu schrauben, als auch das Netzwerk um mir was basteln zu lassen... Muss mir nur noch den letzten Ruck geben 😅

    Deswegen würde ich mir die GreenCell, wie du angedeutet hast, durchaus schon bestellen (billiger sind sie nicht geworden in dem letzten Jahr) - der Winter kommt erst! Wenn du ohnehin ein Netzwerk hast, um die "schwierigen" Parts zu erledigen... oder falls die Bleisäure doch plötzlich ausfällt - wie SimpleActivation sagte: im Notfall kann man einfach ein Stück Holz unterlegen und festzurren bis die Halterung fertig ist - also so ein temporärer Einbau ist schnell erledigt. Ob nun quer oder 90° verdreht wie bei mir ist eine Geschmacksfrage (mir gefällt meine Variante besser - natürlich ;) - aber eigentlich sind beide Varianten gleichwertig - bei mir entfällt halt eine Schiene).

    Wie wäre es damit?
    Putting a lithium battery in 2022-2024 models will likely void your insurance in a frontal accident. Lithium batteries should never be in the crumple zone of any car. It is for that reason that when BYD swapped to lithium 12V after mid 2024 they put the battery behind the back seat.


    Find ich immer lustig, wenn ein Posting von irgendeinem Anonymous aus Reddit als Quelle für rechtliche Bestimmungen herangezogen wird (und der User dort auch nichts belegt, sondern selbst "will likely void your insurance" eine Vermutung äußert).


    Erstmal die Unterscheidung zu Garantiefragen (ich weiß, darum gings nicht, aber weil da auch einige Bedenken hatten - und ja, ich habe die gesamten Garantiebestimmungen gelesen):


    - In den Garantiebestimmungen ist nirgendwo festgelegt, dass ein Wechsel auf einen anderen 12V Batterietyp ein Ausschlussgrund für allgemeine oder spezielle Garantiefälle sind.

    - Ich hatte auch einen Garantiefall (Fahrwerk) - war kein Thema. Die Leute glauben immer, dass bei einem Garantiefall das komplette Auto durchleuchtet wird - die machen Fotos vom Schaden, schicken es an BYD, erhalten die Freigabe und welche 12V Batterie da nun drin ist interessiert NIEMANDEM! (Anders ist es, wenn es wirklich relevant ist, etwa, wenn man den Wagen tiefer legt oder Tuning macht, für das das Fahrwerk nicht ausgelegt ist - aber das sind massivere Eingriffe als ein Austausch einer Versorgerbatterie)!!!

    - Einzig heikler Punkt: sollte die 12V Elektronik irgendwo Schaden nehmen, könnte das ein Ausschluss sein, sofern plausibel ist, dass die Batterie einen Schaden verursacht hat (wäre schwer nachzuweisen, da sich die Spannungen im selben Bereich bewegen und es nicht relevant ist, wie die Energie gespeichert wird - natürlich vorausgesetzt, man baut sie stabil ein und die Batterie ist nicht schadhaft - kann aber mit jeder Austauschbatterie, egal welchen Typs, passieren).


    Bei Versicherungsfragen wird IMMER geprüft, wer und was ursächlich für welchen Schaden verantwortlich war. Jetzt stellt sich die Frage: welche Versicherung ist überhaupt für welche Schäden zuständig - also "Auffahrunfall":


    - Verursacht der Gegner den Schaden (in dem Fall durch zurücksetzen - wenn hier der Schaden vorn ist), spielt es keine Rolle: die gegnerische Haftpflicht muss den Schaden tragen - die Ursache ist kausal geklärt.

    - Verursacht man selbst den Unfall: die eigene Haftpflicht übernimmt den Schaden des Gegners (da spielt die Batterie keine Rolle).

    - Kasko & verursacht man den Unfall selbst: also bei einem leichten Auffahrunfall wird nur die Stoßstange betroffen sein - welche Rolle hätte eine LFP Batterie hier für den Schadensverlauf? Keinen.

    Bei einem SCHWEREN Auffahrunfall, der die Motorhaube soweit eindrückt, dass die 12V Batterie ins Spiel kommt, werden die darunterliegenden Komponenten zuerst eingedrückt (Karosserie, Kühlergrill, Leitungen, HV-Kabelbäume, Klima, Getriebe, Steuereinheit, ggf. auch Motor - das wäre ohnehin ein Totalschaden). Außerdem sind solche Auffahrunfälle durch die modernen Systeme eher sehr selten gegeben - der Wagen bremst selbstständig, bevor es passiert!

    Die Batterie würde eher nach oben gedrückt werden - welchen Schaden sollte hier eine LFP im Gegensatz zur Bleisäure verursachen? (Und nein, diese Dinger explodieren nicht einfach so! Darauf lass ich es ankommen! ;-)).


    Mich würde dann die rechtliche Argumentationslinie der Versicherung interessieren, die dann behaupten würde, dass der Schaden geringer wäre, wenn darüber eine schwerere Bleisäurebatterie eingebaut gewesen wäre, anstatt einer leichteren LFP.

    Sorry, das ist Blödsinn.


    Der Grund, warum in den neueren Modellen die LFP unterm Sitz ist, ist naheliegend: sie ist kleiner: mehr Platz für einen Frunk; die LFP muss nicht regelmäßig getauscht werden: kann man also gut auch unterm Sitz verstauen, wo man nicht gut hinkommt; und vielleicht auch, da es dort ggf. tendenziell wärmer ist im Winter.


    Ich weiß nicht... irgendwann, seit es diese Smartphones gibt, hat sich so ein Glauben verfestigt, dass man am EIGENEN Gerät nichts mehr machen dürfte (roote ich mein Smartphone, gehen die Banking Apps nicht mehr - absurd). Ich kann mit meinem Auto machen was ich will, sofern es der STVO entspricht. Und wenn es der STVO entspricht, dann gilt auch die Versicherung - so einfach ist es.