Beiträge von G.W. aus Reutlingen

    Bei den etwa 250 Km die ich in der Woche fahre müsste ich ja ständig auf 100% laden.
    Und wie schaffe ich es dann auf <10% zu kommen ?

    Ich hatte mich auch mit dem Thema Ganzjahresreifen beschäftigt um mir den Wechsel zu Ersparen.

    Ich wechsle meine Reifen zuhause in der Garage,
    Mit GJR müsste ich statt 2x im Jahre (Frühjahr/Herbst) wohl nur noch 1x wechseln.
    Warum ? Die GJR werden wohl hinten bzw. vorne unterschiedlich abgefahren sein.
    Wenn ich aber nur GJR habe wie wechsle ich dann die Reifen.
    Benötige ich zwei Wagenheber um beide Räder frei zu bekommen ?
    Oder bekomme ich den Wagenheber so hoch das beide Räder abnehmbar sind ?
    Habe ich genug Kraft um diese Räder dann in einer höheren Position wieder zu montieren ?

    Die allseits bekannte Pinkel- und Kaffepause dauert bei mir, vom Einstecken bis zum Ausstecken, mindestens 25, eher 40 Minuten.
    Diese 40 Minuten hat mein KIA Niro EV an Tagen über 30 Grad benötig um von ca 25% auf ca. 75% zu laden.
    Stoppt einmal eure Zeit, wobei die Verbrenner noch die Tankzeit, plus Pakrplatzsuche hinzurechnen müssen.

    naja wer schnell fährt wird mit einen Ladstopp mehr belohnt ;)

    Oder muss früher tanken, was übringes auch sehr viel Zeit kostet.
    Zuhause kostet nur 20 Sekunden für das einstecken und 20 Sekunden für das ausstecken.
    Früher musste ich zur Tankstelle fahren, dort beim auto beliben bis er der tank voll war und mich an der Kasse anstellen.
    Wenn ich meiner Frau sagte ich faher noch kurz zum tanken, war ich 15 Minuten weck.

    Ich fahre nun seit fast 6 Jahren elektrisch.
    Mein Erfahrung ist das mit ca, Tempo 120 km/h mit 20kW je 100Km gerechnet werden muss.
    Darüber steigt der Verbrauch deutlich an, dies ist aber der Physik geschuldet.
    Der Energieverbrauch steigt im Quadrat zum Luftwiderstand.
    Beim Verbrenner ist das nicht so deutlich zu bemerken da deutlich über 50%
    der Motorleistung in Wärme umgewandelt werden, was ja unabhängig vom Luftwiederstand ist.
    Für die Theoretiker noch die Info das eine Liter Diesel oder Benzin etwas über 10kW/h Energie enthält.
    Hierzu eine kleine Beispielrechnung.
    Wenn ein e-Auto bei 120 km/h 20kW/h benötigt oder bei 130 km/h 30 kW/h benötigt,
    wäre das so, als ob ein Verbrenner bei 120 Km/h 65 kW/h oder bei 130 Km/h 75 kW/h benötigt.
    Beide habe mit dem gleichen Luftwiederstand zu kämpfen und benötigen hierfür 10 kW/h mehr.
    Wenn die Verbrauchsangaben beim Verbrenner nicht per Liter je 100 km/h sonder per kW/h angegeben würden,
    wäre auch der Verbrauchsvorteil von gute 10% des Diesel gegenüber dem Benziner logisch erklärbar.
    Diesel hat etwa 10% mehr Energie (kw/h) als Benzin.

    Mein Autobahnfahrten im Sommer mit meinem derzeitigen KIA Niro EV (WLTP 461 Km) sind bis dato wie folgt verlaufen.

    Mit 100% los, dann 2:30 Std. bis 3:00 Std am Stück gefahren, dabei Abstandtempomat auf 130 Km/h gestellt
    und dann hinter den anderen her gefahren.
    Überholt habe ich nur, wenn der Vordermann längere Zeit unter 120 km/h gefahren ist.
    Überraschenderweise kann man, wohl wegen den vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen, in dieser Zeit nur
    250 Km bis 300 Km weit fahren und hat noch dann noch etwa 15% Akkuladung.

    Dann lade ich, während ich meine Notdurft verichte und einen Kaffee trinke.
    Ich habe dabei mal bewausst auf die Uhr gesehen, dies dauert gute 20 Minuten, diese Zeit genügt um auf etwa 80% zu laden.
    Die nächste Etappe ist wegen der 80% Ladung etwas kürzer, also 2:00 bis 3:00 Std. und 200 Km - 250 Km.

    Ich gehe davon aus das dies mit meinem zukünftiger Atto 3 EVO (WLTP 510 Km) genauso machen kann,
    da er eine ca. 15% grösseren Akku hat und dies den höheren Verbrauch ausgleichen sollte.