Du sprichst da einen Punkt an, der mich (auch beim neuen) wundert: du hast mit der Ladeschlussspannung recht (hatte/habe vor gelegentlich mit dem Labornetzteil bis 14.6 CCCV zu laden - bisher war ich zu faul... sehe ich auch nicht sooo kritisch bei 4 Zellen - aber dann und wann sollte mans machen, um die Lebensdauer zu erhöhen). Aber was mich wundert: der neue hat ja eine LFP mit 4 Zellen - daher bin ich davon ausgegangen, dass der EVO auch mit 14.4-14.6V lädt. Zumindest nach diesen Grafiken lädt er aber auch nur mit rund 13.8V (also als wäre es die Bleisäure):
Einbauort der 12V Batterie - Das ist die Ladekurve beim EVO - ich sehe hier keine Ladespannung über 14V, außer der Batteriewächter ist ungenau. Oder beim EVO wird nur zu gewissen Zeitpunkten vollgeladen fürs TOP-Balancing?!... Kann ich aber nicht überprüfen - habe ja den alten. BYD wird aber schon wissen, was sie tun - das ist ja keine Nebensache - oder es kommt ein Update... oder es ist eh nur ein Messfehler in dem Post.
Also eine 12.8V LFP kann nur 4 Zellen haben - je 3.2V Nennspannung, 3.6-3.65V Ladeschlussspannung = 14.4-14.6V - das sollte sowohl für den Umbau beim alten Atto von Bleisäure gelten (hier eben zwangsläufig gelegentlich manuell), als auch beim EVO. Denn die Ladespannung von 13.8V ist die klassische Spannung für Bleisäure.
Was die Temperaturen betrifft, hast du natürlich auch recht, auch wenn LFP nach meiner Erfahrung deutlich mehr verzeihen als die sonst üblichen Li-Ionen Zellen. Das kann man nun leider nicht direkt steuern, denn der (alte) Atto mit umgebauter LFP weiß ja nichts davon, und lädt einfach, wenn die Spannung unter 12.5V fällt - was zum Glück eh selten passiert, wenn man lange nicht fährt (und wenn man fährt, wirds eh schnell wärmer unter der Haube). Deswegen habe ich da jetzt keine Maßnahmen ergriffen - in meiner Gegend hat es selten unter -5 Grad - und in der Garage schon gar nicht. Weiß nicht mehr, was der Akku gekostet hat (knapp EUR 200?)... wenn er statt 15-20 Jahre durch zu seltenes TOP-Balancing und seltenes Laden bei Temperaturen unter 0°C "nur" 10 Jahre hält, ist es für mich auch OK
Auch der DC-DC Wandler erzeugt Wärme... also das Ding ist ja kein Eisblock.
Nach meiner Erfahrung gibts da immer so zwei extreme Positionen: da gibts die einen, die lassen sogar ihre Li-Ionen Bohrmaschinen-Akkus bei -10°C wochenlang in der kalten Werkstatt herumliegen... Und dann gibts die anderen Extremen, bei denen ein paar Tage Frost gleich Katastrophengefahr auslöst. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Hatte erst kürzlich von einem Nachbar 5 Li-Ionen Akkus, die JAHRELANG nicht geladen wurden (und keine Ahnung, wie und wo gelagert) - gingen alle nicht mehr. Ich hab dann die Einzelzellen durchgemessen, bei den meisten keine 2V mehr, manche noch tiefer (gegen 0). Aber von ca. 30 Einzelzellen konnten ca. 25 gerettet werden... klar, die werden jetzt nicht mehr ewig halten, aber die Chemie läuft wieder...
Lange Rede, kurzer Sinn: ein LiFePo4 mit 4 Zellen um unter EUR 200: solange er nicht in Sibirien wochenlang parkt - just use it... Und in 10 Jahren dann halt ein neuer... 1-2x/Jahr Top-Balancing mit einem passenden Ladegerät und gut ists.
Hinweis: betrifft den alten Atto - der EVO hat einen LFP und BYD wird die Ladesteuerung/Temperaturmanagement entsprechend angepasst haben - ihr seid eh fein raus 