12V Batterie - LFP Umbau

  • Ich frage mich ob ich die Batterie noch in so eine Tasche packen soll. Damit es ihr im Winter etwas wärmer ist. Was meinst du bananenfisch?


    hhttps://www.ebay.de/itm/137357164601


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    März-Oktober nahe zu kein Strom- und Gasbezug

  • Ich bin zwar nicht bananenfisch, aber ich erwähnte schon einmal, kalt ist kalt, und solange es keine wärmende Energie dorthin gibt, nützt dir diese Tasche nichts. Du kannst den Akku natürlich einpacken, um ihn vor Schmutz und Staub zu schützen, aber gegen Kälte hilft das je nach Außentemperatur nur so lange, bis auch die Tasche durchgefroren ist.


    Aber meinen Respekt zu deinen Messingverbindungen, was hast du vor, wie viele Ampere sollen da drüber laufen, braucht dein Starter so viel Strom? :)


    Spaß beiseite, die sind, ohne die Anschlüsse zu berücksichtigen, für mehr als 500 Ampere geeignet. Was ich gut finde, ist die Isolierung, denn wenn dort Plus und Minus unbeabsichtigt zusammenkommen, gibt es einen heftigen Lichtbogen und unter Umständen schwere Verletzungen. Isoliere dein Anschlusswerkzeug, denn bei Berührung der Pole haut der LFP massiv raus.


    Ich würde an deiner Stelle den Akku vor dem Einbau kalibrieren bzw. initialisieren, das heißt, ihn soweit aufladen, bis das BMS und die Balancer arbeiten. Mit einem Laborgerät erkennst du es daran, dass bei Erreichen der Ladeschlussspannung der Strom langsam gegen 0 Ampere bzw. mA im einstelligen Bereich geht. Solange hier noch höhere Ströme fließen, lass ihn weiter laden, damit die starken Zellen auch zur Genüge Energie aufnehmen können. Je näher die Zellen bei 3,65V beieinander liegen, desto länger hast du Freude am LFP. Als Laborgerät reicht eines um die 50€uro, bei dem du Stromstärke und Spannung einstellen kannst. Oder zeigt dein Ladegerät Spannung und Stromstärke an?

  • thoreau1, ja, du hast eigentlich recht. Die Tasche kam mir in den Sinn, weil unsere Bleibatterie auch in einer Tasche ist.


    Die Messingflachstange habe ich passend zu den Polkappen bestellt. Ich wollte eigentlich die kleineren, 15mm breiten Polkappen haben aber die sind überall ausverkauft.


    Der Pluspol ist nochmal mit der original Polabdeckung von BYD geschützt. Und da ich zuerst den Pluspol festziehe und abdecke, sollte es keine Probleme geben.


    Der Akku ist bereits kalibriert. Ich hatte dazu die 10A Variante von diesem Ladegerät gekauft. Das ist speziell für LFPs und mit einer Anzeige. Stromstärke und Spannung kan man wohl im Inneren des Gehäuses einstellen.


    OHRIJA 14.6V 5A charger 12v Lifepo4 battery charger
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  • Stimme in allen Punkten thoreau1 zu - der "Mantel", der auch bei der Originalen drüber war, hat wohl eher Schutz vor Staub, etc. beim Arbeiten gedient - kalt ist kalt (es sei denn, du beheizt sie aktiv, was aber übertrieben wäre) ;)

    Wie gesagt, die paar Wintermonate... in Norwegen ist es deutlich kälter und dort fahren mittlerweile die meisten elektrisch... LFPs sind auch nicht sooo heikel - bau sie ein, wie sie ist (du ersparst dir ohnehin mind. 5-10 Bleisäure Batterien, bis den GreenCell erstmalig Alterserscheinungen zeigen wird ;-))...


    Die Messingschienen sind natürlich massiv (wie ich schon sagte, damit könntest du viele Meter verlegen ohne einen Spannungsverlust durch Leitungswiderstände messen zu können ;-)). Aber finde es trotzdem gut: zu dünne Schienen brechen leichter bei Erschütterungen - diese Konstruktion dient ja nicht nur der Leitung, sondern sollen auch "halten". Das ist sauber!


    Das Ladegerät passt auch für Vollladung + Top-Balancing (laut Beschreibung passendes Ladeverfahren CCCV) - das gleich mal anfangs zu tun, ist perfekt - auf den Produktbilder ist zu sehen, dass da wohl eine Anzeige der aktuellen Leistung und Spannung da ist. Jedenfalls müsste beim ersten Laden die Spannung erstmal langsam auf 14.6V steigen und dann noch eine zeitlang weiterladen, bis die LFP keine Strom mehr annimmt (also Ampere gegen 0 geht) - dann sollte das Ladegerät ausschalten; also wie auch thoreau ausgeführt hat.


    Schaut soweit alles sehr sauber aus. Bin gespannt, wie du die GreenCell einbaust (also anders als ich nicht um 90° verdreht, sondern längs) - und ob sich das mit den Originalklemmen ausgeht?! Notfalls kannst du aber immer noch um 90° drehen (Schienen hast du ja), oder die dicken Pole entfernen und mit normalen Schrauben fixieren, fall es mit den Kabeln zu eng wird (die Polklemmen an den Kabeln vom Atto nehmen ja auch etwas Platz weg - also wären kürzer, wenn man sie direkt anschraubt).


    Falls du beim Einbau irgendwie ein Abschalten des BMS der GreenCell verursachst (unabsichtlicher Kurzschluss, oder vielleicht irgendwelche Spannungsschwankungen während des Anklemmens): üblicherweise weckt man das BMS der GreenCell einfach wieder auf, indem man etwas Spannung anlegt (kannst du mit dem Ladegerät gut - da genügen ein paar Sekunden Spannungsversorgung und das BMS schaltet sich wieder ein).


    Toi Toi Toi für die letzten Schritte! :)

  • Ein Gedanke noch: die Schienen sind ja parallel - aber könnten sich vertikal verschieben (falls die Anschlusskabel durch die veränderte Position, weil die Greencell breiter ist, einen Zug nach links oder rechts auslösen). Solange es sich ausgeht, ist es kein Problem... und es ist auch kein Problem, falls sich eine Schiene etwas nach links oder rechts bewegt - aber die Position sollte dann stabil bleiben (nicht, dass sich eine Anschlussschraube löst). Falls sie sich etwas verschieben, dann speziell bei der Plus-Pol-Schiene (trotz Isolierung) prüfen, ob sich kein blankes Metall (insbesondere bei den Klemmen) in der Nähe befindet. Idealerweise sollte die originale Kunststoffabdeckung des +Pol Anschlusses auch dran bleiben können - dann ist alles geschützt. Falls auf den Schienen ein Zug in eine Richtung besteht, ggf. noch irgendwie fixieren. Die Materialstärke ist mehr als ausreichend - also brechen werden sie ohnehin nicht.


    Aber vielleicht passt es eh perfekt und es steht alles gut und stabil - wirst du dann eh sehen... wäre dann nur noch "Feintuning" ;)

  • Der Gedanke von bananenfisch ist mir auch gekommen, falls sich aus irgendeinem Grund die Messingschienen verdrehen (aufgrund der Länge ist eine gewisse Hebelwirkung da), solltest du diese fixieren. In der Not schießt der Teufel mit einem Besenstiel. Wenn du einen 3D-Drucker hast, druckt dir einfach ein Distanzstück aus PETG oder ABS, das in jedem Fall die Schienen auseinander hält und Ruhe ist. Ansonsten konstruiere ein Distanzstück aus isolierendem Material, du bist ja eh kreativ.


    bananenfisch, bist du dir sicher, dass das BMS einen Kurzschluss überleben könnte? Oder gibt es da eine Sicherung, zu der man gelangen kann, ohne den Akku zu zerstören? Das BMS ist in den fertig konfigurierten Akkus meist eher schwach dimensioniert, die Balancer arbeiten passiv maximal im mA-Bereich und Hochstromschalter sind da auch nicht verbaut. Aber mit fertigen Akkus fehlt mir die Erfahrung.

  • Bin mir nicht sicher, aber ich meine gelesen zu haben, dass das BMS der GreenCeel auch gegen Kurzschluss schützt (versuchen würde ich es aber nicht ;-)). Sollte im Normalfall aber auch nicht passieren. Bei meinem ersten Versuch mit einer LiTime hat das BMS allerdings ständig abgeschaltet (Grund ist bisher unbekannt; vermutlich Spannungs- oder Stromspitzen beim Abschalten des Fahrzeugs). Daher der Tipp, falls die Batterie scheinbar tot ist, hat sich meist nur das BMS abgeschaltet - und kann einfach wieder gestartet werden durch kurzes Anlegen einer Spannung.


    Die Schienen: falls es sich längs genauso gut aus geht, wie bei mir verdreht, dass der Anschlussverteiler am Pluspol seitlich der Batterie verläuft, kann zumindest die +Pol Schiene nicht mehr verrutschen, siehe Bild:

    https://www.byd-atto3-forum.de/attachment/766-greencell5-jpg/


    Das gilt (je nachdem, wie der Kabelverlauf des Massepols ist) evtl. auch für den -Pol.


    Die Kabel sind relativ kurz und sehr steif - also kann gut sein, dass das eh superstabil ist. Wenn, dann rutschen sie eher nach außen - ich glaub, von den Kabellängen ist es gar nicht möglich, dass sich beide in der Mitte treffen. Falls sich doch eine Schiene bewegen lässt, kann man sich dann immer noch etwas überlegen... denn auch wenn sich eine Schiene im laufenden Betrieb immer etwas bewegt, wird sich die Anschlussschraube mit der Zeit lockern (was aber jetzt kein Drama wäre, sofern man eine Ersatzschraube im Handschuhfach hat) ;)

  • Ich habe mal die Batterie provisorisch reingelegt und angschloßen. Sie passt wunderbar rein und rundherum ist genügend Platz. Wenn man die beiden Klips herausnimmt, passen auch die Kabel und sie ziehen auch nicht.


    Die Schale aus dem verzinktem Stahlblech habe ich auch zurechtgebogen. Morgen mache ich die Schnitte um die Füsse zu biegen. Ich muss halt genau messen und habe nur einen Versuch. Deshalb habe ich mir zeitgelassen.


    Übrigens, das Ladegerät, dass ich gekauft habe, lädt Bleibatterien nicht. Die LED leuchtet kurz rot und dann wechselt sie zu grün und lädt nicht mehr.


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  • Schaut sehr gelungen aus! Also die Schiene am +Pol kann da auch jetzt nicht mehr rutschen, da die Kabel seitlich weggehen.


    Bin überrascht, dass es sich bei dir so wunderbar ausgeht (bei mir war es längs viel enger). Hast du die Original Bodenplatte mit den Begrenzungsbügel für die Bleibatterie rausgeschraubt?


    Ahja: und lässt sich der Wagen starten/stoppen - sind alle Probleme damit beseitigt? (Könntest über Nacht ja mal angeschlossen lassen und dann die Spannungskurve zeigen, die Overdrive ausspuckt.)

  • Danke!


    Die original Bodenplatte mit den Begrenzungsbügeln habe ich drin gelassen. Den originalen Zusatnd habe ich beibehalten. Nur die Kabelklips habe ich rausgezogen. Die kann man auch wieder befestigen. Das geht einfach.


    Ich dachte die Begrenzugsbügel sind alle auf der selben Höhe aber die verschraubbare ist 3 cm hoch, während die anderen beiden nur 2 cm hoch sind. Deshalb müssen die Füße min. 3 cm hoch werden.


    Ich habe die Bleibatterie wieder eingebaut, da ich morgen früh das Auto brauche und keine Zeit zum Schrauben habe. Aber ich werde noch berichten.


    Starten/stoppen ging ohne Probleme. Aber das war jetzt nur ein Kurztest. Ich bin sehr zufersichtlich, dass sie funktionieren wird.


    Übrigens hatte Bandini die Probleme, die meine Batterie macht, in seiner Anleitung beschrieben. Das habe ich erst vorgestern vollständig aufmerksam gelesen.


    Er schreibt da auf Seite zwei, das was bei mir auch der Fall ist:

    Die zentrale Fahrzeugsteuereinheit überwacht die Spannung der Zusatzbatterie und weist den Wandler bei Bedarf an, in Betrieb zu gehen.


    Dieses Steuerungssystem wird jedoch selbst von der 12-V-Batterie mit Strom versorgt. Wenn die Batteriespannung zu schnell abfällt – beispielsweise innerhalb weniger Minuten von 13,3 V auf unter 9 V –, verfügt das System möglicherweise nicht über genügend Leistung, um den DC/DC-Wandler zu aktivieren.


    In diesem Fall wird die Zusatzbatterie nicht mehr geladen, und das Fahrzeug wechselt in einen „No-Power“-Zustand, in dem praktisch alle Systeme abgeschaltet werden.

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