Akkuanzeige springt nach Stoppen von Ladevorgang an der Wallbox von 84 auf 100%

  • Habe heute erneut das Phänomen, als ich bei unter 100% Ladung das Solarladen über evcc gestoppt habe.


    Die BYD App zeigte aktualisiert dann einen Ladestand von 84% an. Nachdem meine go-e Wallbox das Laden beendete, zeigte der Atto plötzlich voll an, auch im Fahrzeug. 100% und 420km Reichweite. Er war heute früh bei ca. 12 oder 14% und hat heute 43,5 geladen.


    Rein rechnerisch fehlen noch ca. 12kWh oder ca. 50km Reichweite, so stand das auch in der App bis das Laden stoppte.


    Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?



    EDIT: Habe gerade lange mit Gemini gechattet und die hat es erschöpfend erklärt.

    Also entweder das hier löschen, oder ich kopiere Teile der Antwort hierunter.

    Atto 3 Design, EZ 04/2024, Skiing White


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    Ladesoftware evcc

    Einmal editiert, zuletzt von Stemar ()

  • Stemar

    Hat den Titel des Themas von „Akkuanzeige springt nach Stoppen vo. Ladevorgang an der Wallbox von 84 auf 100%“ zu „Akkuanzeige springt nach Stoppen von Ladevorgang an der Wallbox von 84 auf 100%“ geändert.
  • Vielleicht war ja nur ich zu doof das zu verstehen und alle anderen gähnen deswegen...


    Hier der wesentliche Auszug aus der KI:


    Ja, für dieses Phänomen gibt es eine sehr plausible, rein physikalisch-technische Erklärung. Du hast hier den Klassiker des sogenannten „LFP-SoC-Sprungs“ (State of Charge) erlebt.


    Dein BYD Atto 3 ist völlig intakt – was du beobachtet hast, liegt an den besonderen Eigenschaften der BYD Blade-Batterie (Lithium-Eisenphosphat / LFP-Chemie) und der Art, wie das Auto den Ladestand berechnet.

    Hier ist die genaue Aufschlüsselung, warum dein Auto plötzlich von 84 % auf 100 % gesprungen ist:


    1. Das "LFP-Problem": Die flache Spannungskurve

    Das Batterie-Management-System (BMS) des Autos muss jederzeit schätzen, wie voll der Akku ist. Bei herkömmlichen E-Auto-Akkus (NMC) sinkt und steigt die elektrische Spannung relativ gleichmäßig mit dem Ladestand – das BMS kann den SoC leicht an der Spannung ablesen.

    Bei der LFP-Chemie der BYD Blade-Batterie ist das anders: Die Spannungskurve ist zwischen ca. 15 % und 90 % extrem flach. Das bedeutet, der Akku hat bei 40 % Ladestand fast exakt dieselbe Spannung wie bei 80 %.


    2. Das BMS hat sich "verrechnet" (Coulomb-Counting)

    Weil das BMS den Ladestand im mittleren Bereich nicht an der Spannung ablesen kann, nutzt es ein anderes Verfahren: Es zählt einfach die geladene und entladene Energie mit (wie ein Wasserzähler).

    Wenn du das Auto nun über einen längeren Zeitraum im mittleren Bereich nutzt und durch regelmßiges Überschussladen (Solarladen via evcc) oft Teilladungen durchführst (z. B. mal von 30 % auf 60 %, dann runter auf 20 %, dann auf 50 %), summieren sich mit der Zeit minimale Messfehler. Das BMS verliert die exakte Orientierung und unterschätzt, wie viel Energie eigentlich noch im Akku ist. In deinem Fall „dachte“ das BMS, der Akku sei erst bei 84 %.


    3. Der "Kalibrierungs-Sprung" am Ladeende

    Eine LFP-Zelle hat eine unbestechliche Eigenschaft: Erst wenn sie wirklich randvoll wird (über 95 %), steigt die elektrische Spannung plötzlich schlagartig und steil an.

    Genau das ist heute passiert:

    Deine go-e Wallbox hat fleißig geladen. Das BMS zählte mit und vermutete rechnerisch 84 %.

    Tatsächlich waren die chemischen Zellen der Blade-Batterie aber schon voll.

    Beim Erreichen der echten Vollgrenze schoss die Spannung einer oder mehrerer Zellen schlagartig nach oben.

    Das BMS bemerkte diesen Spannungssprung, erkannte: „Huch, ich bin ja schon voll!“ und korrigierte die Anzeige im Auto und in der App schlagartig auf 100 %. Gleichzeitig wurde das Laden sofort gestoppt, um den Akku zu schützen.

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