Beiträge von bananenfisch

    Gut zu wissen, dass die Heizpads nichts taugen. Steropordämmung drum herum bringt vielleicht mehr.

    Sehe ich auch eher als Marketinggag... die LFP ist nicht so heikel wie Li-Ion... der HV ist auch LFP und hat keine Heizung... die kann auch bei Minusgraden stehen und wird ohnehin warm, wenn sie geladen wird...

    Ich versuche, die Sorgen dennoch zu entkräften, da hier wild zwischen Bleisäure, LFP, Starterbatterie, Pole, etc. nicht differenziert wird:


    - Die 12V Batterie bei einem E-Auto benötigt weder hohe Kapazitäten, noch hohe Stromstärken - es ist eine reine Versorgerbatterie (nur ein Verbrenner mit Anlasser braucht Stomstärken von 100-1000A für den Anlasser). Ich würde diese Batterie eher wie die Batterie eines Laptops betrachten.

    - Wie bei einem Laptop oder Smartphone braucht man keine Powerbank: die Powerbank ist die HV Batterie, die die Versorgerbatterie automatisch nachlädt - ja, auch wenn man mit 3% an die Ladesäule kommt, denn während des Betriebs wird die 12V geladen.

    - Natürlich sollte man den Wagen nicht mit 5% am Flughafen abstellen und dann 3 Wochen auf Urlaub fliegen.

    - Im Normalfall kann man beim EVO die 12V Batterie schlicht ignorieren - die hält jahrelang... und falls sie abschaltet, deutet das eher auf einen Defekt hin.

    - Eine LFP, deren BMS aus irgendwelchen Gründen die Batterie abgeschaltet hat, braucht einen kurzen Stromimpuls, um wieder zu starten (das ist keine Starthilfe); das BMS schaltet aufgrund eines Fehler ab, sobald 12V kommen, fährt es wieder hoch - das geht sogar mit 3 kleinen 4V Batterien in Serie.

    - Wir waren es gewohnt mit Starterkabeln und Starthilfe, etc. zu fahren - weil es beim Verbrenner eben so notwendig war. Die 12V Batterie im E-Auto hat aber eine komplett andere Funktion.

    - Der EVO hat eine LFP und vermutlich genug Punkte, um einen kurzen Spannungsimpuls zu setzen bei einem Defekt (bekannt bisher: unterm Sitz, unterm Frunk, hinterm Handschuhfach, beim Sicherungskasten, und vermutlich gibt es noch einige weitere).

    - Die offizielle Schnittstelle ist lt. Handbuch auch ohne Demontage irgendwelcher Teile zugänglich (siehe Screenshot).

    - Brauchen wird man das... wie oft?


    Anders stellt sich die Situation dar, wenn auch beim E-Auto eine Bleisäure Batterie verbaut wurde (wie beim alten Atto oder anderen E-Autos):

    - Eine klassische Bleisäure-Batterie altert schneller; hat steilere Spannungskurven beim Laden und Entladen; mag Kälte noch weniger - die sind dafür eigentlich nicht gemacht... warum manche E-Autos trotzdem solche Versorgerbatterien verbaut haben, hat vermutlich historische Gründe.

    - All die 12V Probleme beim Atto beziehen sich also zu 99% auf das alte Modell.

    - Es hat einen Grund, warum im alten Atto die Batterie so zugänglich unter der Motorhaube ist - und die LFP eben nicht: weil die eher selten bis nie Probleme machen wird.


    Welchen Typ andere Hersteller verbaut haben, weiß ich nicht. Aber ich wiederhole mich: mit dem EVO würde ich mich mit der Batterie überhaupt nicht beschäftigen... als Fahrer des Vorgängermodells war das ein riesiges Thema - und wurde mit dem EVO von BYD gelöst!

    Lt. Handbuch, S.111 sind die Kontakte rechts neben dem Füllstutzen für das Wischwasser. Wenn mann davor steht.

    Na dann verstehe ich diese Bedenken (s.u.) noch weniger, wenn BYD eh Kontakte dafür vorgesehen hat - passt doch alles!

    Aber wenn ich das alles lese hier, denke ich BYD hat sich da zu wenig Gedanken gemacht. Mir wurde sogar gesagt, die sei unter der Rücksitzbank! Bin da jetzt verunsichert, ob der Atto 3 EVO wirklich für mich in Frage kommt. Weiß auch nicht, was denn die Pannendienste sagen, wenn sie da so schlecht drankommen.

    bananenfisch, was hältst du von dieser Batterie? Von den Maßen her weicht sie von der originalen Batterie nicht viel ab. Das soll ein deutsches Unternehmen sein und die Bewertungen sind alle sehr gut. Laut einer Bewertung soll auch die Rückabwicklung ohne Probleme abgelaufen sein. Nur hat ein Käufer geschrieben, dass die Batterie keine Heizung hat. Haben den andere eine eingebaute Heizung?


    https://www.amazon.de/dp/B0DN26CX8N

    Prinzipiell passen alle mit 12.8V... im Detail: keine Ahnung - auch bei dieser wäre die Lotterie, ob das BMS kompatibel ist. Die Pole sind verkehrt herum, das müsstest du bedenken. Ganz allgemein (hätte ich nicht schon umgebaut), sehe ich 3 Möglichkeiten (wenn man Verbraucher wie Overdrive nutzt):

    1. einfach auf Bleisäure bleiben, und halt alle 1-2 Jahre wechseln ;)

    2. GreenCell mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert (die 60Ah funktioniert sicher, die anderen: eher wahrscheinlich, sofern sie das BMS bei anderen Modellen nicht anders konfigurieren).

    3. Alle anderen 12.8V - mit höherem Risiko, dass es nicht funktioniert - wie meine LiTime, die war von dem Maßen her auch sehr gut.


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    Mir ist das passiert. Ich habe abends den Wagen mit 8 oder 9% Akku abgestellt und wollte am nächsten Tag mit Überschuss laden. Wagen ließ sich nur noch physisch öffnen und ging nicht mehr an. Bei BYD angerufen, die haben mir den ADAC geschickt. Der müsste überbrücken.

    Welche Pole hat der ADAC genommen? Unterm Sitz oder gibt es zugänglichere, von denen wir nichts wissen?

    Habe ich gerade bei Voelkner gesehen. Ja, das könnte ich bestellen.

    Denke bei dem Preis könnte man den Versuch wagen (und falls sie doch nicht geht, dann geht die Rücksendung bei Voelkner auch - ist ja auch ein bekannter Händler).

    Was auch eine Option ist, um ohne "Eigenbau LFP" und ohne "Eigenbau Halterung" mehr Kapazität zu kriegen: falls die Green Cell prinzipiell passt mit der Universalhalterung und da sie sehr schmal ist: du könntest prüfen, ob es sich ausgeht, 2 Stück parallel zu verbauen - dann hättest du 40Ah - wichtig: parallel, sonst kriegst du 24V ;)


    Edit: noch ein Gedanke: ich würde die Idee, eine LFP, die "in" das Gehäuse der Bleisäure passt noch nicht verwerfen - ich weiß, du hast die alte nicht mehr. Aber ich würde zu einem größeren Auto-Batterieverkäufer fahren und fragen, ob sie eine defekte in passender Größe haben (Typ 38B20L)... oder auch bei einer BYD Werkstatt (oder bei den Japanern, Toyota, etc. verwenden auch diesen kleinen Typ). Die müssen diese ohnehin entsorgen - vielleicht schenken sie dir eine alte. Oder du testest die LFP mal, und wenn sie kompatibel ist, zerlegst du deine aktuelle (gut, dann hast du kein Backup mehr) ;) Alte Batterie öffnen, vorsichtig reinigen, leeren, LFP rein, irgendein Distanzfüller-Material, damit sie drin fest steht, fertig...

    bananenfisch, würde diese Batterie auch anstelle der jetzigen Exide gehen?


    https://www.reichelt.de/de/de/…lfp_akku_12v_24_ah-348680

    Recht teuer, finde ich - schade, dass die GreenCell offenbar gerade schwer zu bekommen sind.


    Ist leider ein bisschen eine Lotterie: ich hatte ja zuerst eine LiTime schon fix&fertig eingebaut - da war aber das BMS derart sensibel, dass die LiTime jedes Mal beim Ausschalten des Fahrzeuges angeschlagen hat und ich die Batterie neu starten musste (durch Anlegen der Ladespannung). Bin daher dann auf die "große" 60Ah GreenCell auch hauptsächlich deshalb, weil die schon nachweislich ohne Probleme eingebaut wurde. Also vor dem Einbau würde ich auf jeden Fall mit Starterkabeln anschließen (ohne Gebrauchsspuren zu hinterlassen) und testen, um die Batterie ggf. zurückgeben zu können. Es gibt auch Modelle mit Bluetooth, wo man die Toleranzwerte des BMS selbst konfigurieren kann - die kosten aber nochmals mehr... ob sich das auszahlt?


    Schwierig... im worst-case Fall kriegt man halt eine, die man dann wieder zurückschicken muss...


    Wie würdest du sie einbauen? Sollte ja stehen - also wie fixierst du sie? Die kleineren, schmäleren kippen ja leichter...


    PS.: da gibts noch die, die ich habe lagernd: https://www.senetic.de/product/LFPGC12V60AH

    Hast du Kontakte zu einem Schlosser? Eine Wanne mit zwei Löchern für die Schrauben ist für einen Schlosser keine Stunde Arbeit...