Ladekarten: Sicherheit

  • Hallo zusammen,


    ich hatte das hier schon geschrieben, vielleicht kann jemand beitragen, der sachkundiger als ich ist.

    Nachdem ich selber mal als IT Sicherheitsberater tätig war, habe ich ein wenig recherchiert und bin zu der Ansicht gekommen, dass die Technik hinter der Authentifizierung von Ladekarten wohl aus dem letzten Jahrtausend stammt.

    Vom Tarifdschungel mal abgesehen ist es auch gerade für einen EV Neuling wie mich nach wie vor sehr schwierig zu verstehen, warum sowas überhaupt noch nötig ist heutzutage, aber das wäre wieder ein anderes Thema.


    Die Kommunikation zwischen Ladestation und Karte verläuft (nach meinen Recherchen) komplett unverschlüsselt, ist wie eine Clubkarte, Mitgliedsnummer reicht, und schon wird die hinterlegte Zahlungsmethode belastet.

    Wehe dem, der nicht sofort eine Benachrichtigung erhält und das erst am Monatsende mit der Rechnung erfährt.

    So eine Karte zu klonen scheint ein Kinderspiel zu sein. Ich werde das demnächst interessehalber auch mal selber ausprobieren.


    Konkret: Ich hatte mir schon vor Monaten eine Ladekarte von ENEL X bestellt (enel on your way), da die gerade bei mir hier in Süditalien mit DC Ladesäulen besser vertreten sind als IONITY zum Beispiel.

    War ursprünglich von mir auch für Mietwagen gedacht.

    Nun hatte ich diese Karte nie eingesetzt bisher, und sie war immer in meiner Brieftasche, unzugänglich für Dritte.


    Letzten Samstag dann kam erst eine Benachrichtigung von PayPal über die Vorautorisierung von 30 Euro und später dann eine Rechnung für einen Aufladevorgang, gestartet angeblich mit meiner Ladekarte.

    Bringt natürlich eine Menge an Scherereien mit sich, Karte sperren lassen, Emails schreiben, formell Anzeige gegen Unbekannt erstatten, alles für unter 50 Euro.


    Das Schlimmste daran: Wenn ich das im Bekanntenkreis erzähle, kommt (natürlich) das Argument, "siehste, mit meinem Verbrenner passiert mir das nicht". :cursing:


    Gut, dass ich PayPal hinterlegt hatte als Zahlungsmethode, so konnte ich automatische, direkte Abbuchungen direkt sperren.

    Jetzt bekomme ich natürlich aktuell noch automatisierte Drohbriefe, dass ich noch 18,89 schulde. ^^

    Was genau passiert ist, kann man nur mutmaßen, auch wenn ich natürlich durchaus meine eigenen Vermutungen anstelle... :evil:


    Ist jemand von euch schon Ähnliches passiert?
    Und das auch nur als kleiner Hinweis, bei Ladekarten, weniger ist mehr. 8)


    Liebe Grüße

    Stephan

  • Es wäre ohnehin das Einfachste die Ladestationen würden ausschließlich mit Credit oder Debit Karte funktionieren. Ein einheitlicher Preis für alle die dort laden und fertig. Dieses Ladekarte und App gemurkse nervt ohnehin nur. Es ist auch nicht fair, der eine zahlt an der selben Station 35 ct/kWh der andere 79 ct/kWh. Was soll das?!

  • Da es um Ladekarten-Sicherheit geht und nicht

    um Preise oder die Zahlung per Debitkarte,

    kurz OT:


    Ich fahre seit 2020 quer durch Deutschland und

    angrenzende europäische Länder, mit drei Ladekarten.

    Ich möchte nicht nachts, an irgendwelchen Terminals

    meine Debit-/Kreditkarte davor halten müssen.

    Die Ladekarten funktionieren in 9/10 Fällen problemlos.

    Wenn nicht, hat bisher immer die App funktioniert.

    Aber so unterschiedlich sind Erfahrungswerte.


    Zurück zum Thema, Antwort Tozzi :

    Bisher hatte ich zum Glück keine solche Erlebnisse.

    Meine Karten sind von deutschen Partnern,

    wobei ich nicht denke, dass es da 100% Sicherheit gibt.


    Letztendlich ist es klug, wenn man Bedenken hat,

    sich so abzusichern, wie Du es getan hast :thumbup:

  • Ich möchte nicht nachts, an irgendwelchen Terminals

    meine Debit-/Kreditkarte davor halten müssen.

    Ob man die jetzt nachts, an irgendwelchen Terminals davor hält oder in der Tasche hat macht für einen der kriminelles vor hat wohl wenig Unterschied.


    Tozzi: Wenn man bei Google „Sicherheit Ladekarten“ eingibt erhält man reichlich bedenkliches. Auch mit AutoCharge gibt es Ungereimtheiten. Wichtig ist es dass man in seiner App regelmäßig die Bewegungen kontrolliert und falls möglich, es immer eine Benachrichtigung beim Start eines Ladevorgangs gibt.

  • Ob man die jetzt nachts, an irgendwelchen Terminals davor hält oder in der Tasche hat macht für einen der kriminelles vor hat wohl wenig Unterschied.


    Tozzi: Wenn man bei Google „Sicherheit Ladekarten“ eingibt erhält man reichlich bedenkliches. Auch mit AutoCharge gibt es Ungereimtheiten. Wichtig ist es dass man in seiner App regelmäßig die Bewegungen kontrolliert und falls möglich, es immer eine Benachrichtigung beim Start eines Ladevorgangs gibt.

    Das ist ein guter Tipp. Da ich mich kenne hätte ich diesen Hiweis bestimmt ausgeschaltet mit dem Hintergedanken das ich selber weiß was ich einen Ladevorgang starte.