Die ersten 2 Jahre meines 4-Jahres-Leasing neigen sich dem Ende und es war Zeit sich um den Inspektionstermin zu kümmern. Bei Leasingfahrzeugen kann das nämlich zum Problem führen, wenn man den Zeitpunkt verpasst. Ist mir schon bei Hyundai passiert. Der Hersteller erteilt eine Toleranz von 6 Wochen oder mehr und der Leasingpartner ignoriert das und verlangt vom Kunden über 1200€ für die angebliche Wiederherstellung der Herstellergarantie. Wenn das Auto natürlich gekauft ist, gilt nur die Herstellertoleranz.
Der BYD Atto 3 wurde beim Autohaus Glinicke in Minden bestellt und übergeben. Leider entstand beim Kundenservice in den letzten 2 Jahren und bei dem Versuch einen Inspektionstermin zu vereinbaren für mich der Eindruck, das Glinicke Minden kein Interesse mehr hat BYD-Kunden weiter zu betreuen. Für einige Tage des telefonischen Verhandelns mit Minden fühlte mich mittels Zeitmaschine in die 1970er Jahre der Servicewüsten versetzt. Ok, dann eben nicht. Wenn Glinicke nichts mehr mit BYD-Kunden zu tun haben will, es gibt inzwischen genug Mitbewerber am Markt.
Nächster Versuch bei Senger in Dortmund: schon sehr lange BYD-Experte und in RheinRuhr bekannt. Leider telefonisch sehr schwer zu erreichen: die Terminabsage hat sage und schreibe vier Tage in Anspruch genommen. Sehr erfahrenen Kundendienstleiter bekommen, Termin ausgemacht und daraufhin gewartet. Kurz danach festgestellt, dass auf der BYD-Herstellerseite die Händlerlisten erweitert wurden und in meiner näheren Umgebung - Dortmund ist etwa 100 km entfernt - drei neue Händler gelistet sind. Nachdem ich sie angerufen habe und nach Service gefragt habe, hat sich rausgestellt, dass einer davon seit ca. 3 Wochen geschult und ausgerüstet ist und die Inspektion durchführen kann - er ist nur 25 km entfernt, angerufen sofort früheren Termin bekommen und erfahren, dass ich der allererste BYD-Kunde im Service. Aber kein Problem, Das Autohaus hat schon länger verschiedene Marken wie Opel, Nio, Cadillac, Chevrolet und Isuzu im Portfolio.
Ok, Service durchgeführt - etwa 8 Stunden gedauert (6 waren vorausgesagt). Rechnung habe ich nicht erhalten, nur eine mündliche Angabe des Rechnungsbetrages über ca. 580€. Das liegt vermutlich daran, dass ich beim Abschließen des Leasingvertrages auch einen Wartungsvertrag gemacht habe - ich zahle monatlich 30€; zusammen also 330€ Leasingrate. Für diese Wartung habe ich also 720€ angespart und die nächste darf maximal 860€ kosten - könnte aber hinkommen. Laut Aussage des Meisters wurden KEINE Teile ersetzt.
Interessant ist aber folgendes: laut Checkliste musste und wurde tatsächlich das Kühlmittel der HV-Batterie gewechselt (laut Checkliste nach 24 Monaten/30000km und danach verdoppelt sich die Zeit; also erst im 6. Jahr). Bei den meisten Elektrofahrzeugen wird dieser Wechsel nach 4 Jahren vorgenommen und kostest dann so um die 800€. Könnte das ein Gamechanger sein???
Leider war nicht alles perfekt: der Ersatzwagen war viel zu klein und nach Abholung musste ich einen intensiven chemischen Gestank im Fahrzeug erfahren. Nachdem dieser auch am nächsten Tag nicht weniger wurde und man nur mit offenen Fenster und Kopfschmerzen fahren konnte wurde dies erneut geprüft. Drei Mitarbeiter inklusive Meister konnten aber nichts riechen. Der Pollenfilter kam in Verdacht und wurde sofort ausgebaut. Er war es aber nicht. Nach Wiedereinbau wurde es merklich besser, ist aber nicht ganz weg. Seitdem biete ich vielen Leuten Probefahrten an um die Geruchsquelle zu identifizieren.
Kann mir vielleicht jemand einen Polizeispürhund zur Verfügung stellen?