Ich bin ja prinzipiell ein Fan von eigenen Entwicklungen, jedoch würde ich in diesem Fall keinen LFP Akku selbst bauen - ich hab das (also nicht ganz, Li-Ion), wie schon mal erwähnt, für mein E-Bike gemacht, jedoch ist es ein großer Unterschied, ob im Falle einer Fehlkonstruktion nur ein E-Bike abfackelt oder ein Neuwagen. Ich sehe auch wenige Vorteile - warum:
1. Bei der GreenCell (und andere) hast du 3 Jahre Garantie.
2. Sie funktioniert, das BMS ist kompatibel (Leonardo von BYD Italia betreibt sie seit jetzt 1.5 Jahren ohne Verluste, ich jetzt seit 2 Wochen) - hier nochmal der Link zu seinem 1-Jahres-Report: RE: 12V Batterie - LFP Umbau
3. Beim Selbstbau hat man auch keine Garantie, ob das BMS nun funktioniert (da man diese Teile meist aus China bestellt, kann das mitunter mühsam werden) - das BMS der LiTime bspw. war nicht kompatibel (vermutlich zu sensibel bzgl. Spannungsspitzen bzw -abfall).
4. Preis/Leistung: die Ersparnis für den Zeitaufwand lohnt sich eigentlich nicht.
5. Auch beim Selbstbau bleibt das Problem mit der Halterung. Denn selbst wenn man ein leeres Gehäuse findet, das passt, müsste dieses auch die seitlichen Kunststoffschienen haben, damit sie nicht ständig nach links/rechts verrutscht. Ein solches Gehäuse habe ich nicht gefunden - falls es ein solches doch gibt (oder man schlachtet die Originalbatterie) könnte man auch einfach die GreenCell 20Ah für EUR 70,- reinsetzen.
Was das Balancing betrifft:
Der Atto sollte mit 13.8V laden (zeigen zumindest meine Voltmeter an). Ein 12.8V LFP hat eine optimale Ladespannung von 14.4-14.6V; die Ruhespannung eines zu 100% geladenen Akkus sollte jedoch irgendwo zwischen 13.5-13.8V liegen, insofern gehe ich doch davon aus, dass die GreenCell hier ein Top-Balancing durchführt. Da auch Leonardo von BYD Italia in seinem Report von keinen Kapazitätsverlusten spricht, vertraue ich darauf.
Ein Top-Balancing UNTERHALB dieser Spannung durchzuführen, würde übrigens genau das Gegenteil des gewünschten Effekts bewirken: Top- bzw. Bottom-Balancing heißt ja deshalb so, weil es nur Sinn macht, zu zwei möglichen Spannungspunkten zu balancieren: Top: wenn die Zelle voll geladen ist; Bottom: wenn die Zelle möglichst entladen ist. Warum? Die Chemie der Zellen ist nicht exakt gleich - so kann eine Zelle bei 3.2V Spannung exakt denselben Ladezustand haben wie eine andere Zelle bei 3.1V oder 3.3V. Führt man also irgendwo dazwischen ein Balancing durch, dann erreicht man das Gegenteil: sie tanzen aus der Reihe, weil sie eben nicht exakt gleich Laden bzw. Entladen bzgl. ihrer Spannungswerte. Daher ist das Top-Balancing der einzige Punkt wo alle gleich sind: die Zellen sind voll UND haben ihre maximale Spannung. Wie sich danach ihre Spannungskurven während des Entladens etwas unterscheiden ist nicht relevant - am Ende entladen/laden alle wieder zum selben Punkt. (Dasselbe gilt ja auch für die HV Batterie: deshalb ist hier auch die Empfehlung, ca. alle 2 Monate mal von <10% auf 100% zu laden.)
Sollte sich bei meiner GreenCell irgendwann doch einmal Kapazitätsverluste zeigen, bzw. möchte man wirklich auf 14.6 optimal laden (auch wenn ich davon ausgehe, dass bei 13.8 auch schon Top-Balancing durchgeführt wird), dann kann man ja einfach alle 2-3 Monate mal mit 14.6V mit einem CCCV Ladegerät oder Labornetzteil nachladen.
Stünde ich nochmals vor der Entscheidung: ich würde mir eine Halterung irgendwo besorgen oder basteln oder basteln lassen - muss man ja nicht verschweißen, gibt ja auch andere schraubbare Konstruktionen - die GreenCell rein und damit ist das Thema erledigt für viele Jahre.
Statusupdate bei mir: nach Einbau bin ich ja 5 Tage in der Tiefgarage gestanden, da wurde sie 1x nachgeladen (2.6% Verlust) - allerdings nochmals mit Hinweis, dass ich Sentry Mode (Kameras- und Bewegungserkennung) aktiv hatte (damit hatte ich mit neuer Bleibatterie 2% Verlust täglich - wären also mind. 10% gewesen - bzw. zuletzt bis zu 8% Verlust pro Tag mit meiner nach nur einem Jahr schon schwachen Bleibatterie). Danach bin ich alle 2 Tage mal mit dem Wagen gefahren, womit auch die Batterie geladen wird. Es blieb bisher also bei dieser einzigen Nachladung während der 5 Tage Garage... Ohne Sentrymode oder anderen Stromfressern, würde ich wetten, würde es über viele Wochen hinweg gar keine Nachladung geben (aber kann ich bei Gelegenheit auch mal testen).
So - das wurde jetzt ein Aufsatz 
Aber vielleicht hilft es dem einen oder anderen bei der Entscheidung...
Unten noch die Bilder vom E-Bike Akku. Wenn er brennt, ist das Radl hin... ins Auto würde ich sowas nicht einbauen 
Wobei 4 LFP Zellen auch wesentlich einfacher und sicherer umzusetzen sind - also ich mag auch niemandem davon abraten...